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Kinnertön — ostfriesische Bontjesoop

| 14 Kommentare

Kinnertön

Traditionell wird in Ostfriesland zur Geburt eines Kindes zum Kinnertön eingeladen.

Dieses leckere süffige Getränk besteht aus Rosinen die in Brantwein eingelegt werden. Da ja solche Einladungen nicht so häufig sind… und dieses Getränk so lecker ist… wird es natürlich auch zu anderen Gelegenheiten getrunken. Ich setze meistens zur Weihnachtszeit meine Bontjesoop an. Hier mein erprobtes Rezept:

Zutaten:

  • 500 g Sultaninen (ungeschwefelt)
  • 250 g Kandis
  • 2 Flaschen Branntwein (ca. 30%) – 1,4 l
  • etwas Weinbrand

 

Die Sultaninen im heißen Wasser abwaschen und gut abtropfen lassen.

Die 250 g Kandis auflösen (mit etwas Branntwein).

Sultaninen und Branntwein in ein passendes Gefäß geben. Wenn die Kandis erkaltet sind… diese dazugeben. Anschließend kommt noch ein kleiner Schluck Weinbrand dazu.

Die eingelegten Rosinen sollten einige Tage Zeit haben sich mit dem Branntwein vollzusaugen… Je länger desto besser schmeckt der Rosinentopf.

Empfehlen kann ich 4-6 Wochen.

Natürlich  kann man die Rosinen auch weiterverarbeiten zum Kuchenbacken o.ä.

Die Ostfriesen Torte ist das Beste Beispiel dafür.

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim ansetzten. Und viel Vergnügen beim Trinken.

Andere Begriffe für Kinnertön:

  • ostfriesische Bohntjesoop
  • Sinbohntjesopp
  • Ostfriesentopf
  • Ostfriesische Bohnensuppe

 

14 Kommentare

  1. schön geworden! habe mich gleich als leser eingetragen und würde mich sehr über gegenverfolgung freuen.

    LG

    Tati

  2. Danke für das Verfolgen… ich habe gleich die Gegenverfolgung gestartet.

  3. Ich mag solche Bräuche ja sehr gerne, kenne diesen allerdings nicht. Dafür sind wir wohl zu weit weg vom Norden. Klingt aber lecker. LG

  4. Ostfriesland ist eben lecker

  5. Ich habe von meiner ostfriesischen Großmutter folgendes gehört/gelernt:

    Wenn das Kind angesetzt ist, also die Frau weiss dass sie Schwanger ist, muss auch der Kinnertoen angesetzt werden und darf erst nach der Geburt des Kindes getrunken werden, muss also monate lang ziehen.

    Wird das Kind tot geboren muss der Kinnertoen vernichtet werde.

  6. Stimmt. So ungefähr kenne ich es auch.
    Allerdings wird dies kaum noch so gemacht. Die meisten setzten den Kinnertoen ein paar Monate vor der Geburt an. Die Zeit reicht aus, damit die Rosinen sich schön vollsaugen können.
    Nach der Geburt wird dann traditionell zum Kinnertoen eingeladen und der Kinnertoen wird dann angeboten.
    In Ostfriesland wird diese Tratidion auf jeden Fall von den meisten Familien noch so gehandhabt.


    Da uns der Kinnertoen sehr gut schmeckt, haben wir uns angewöhnt ihn auch zu Weihnachten anzusetzen und dann zu trinken.

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  9. Kann man das auch in Flaschen ansetzen und wie lange kann man den stehen lassen

  10. Das Gefäß ist egal. Wichtig ist nur, dass die Rosinen gut bedeckt sind. Bedenken sollte man allerdings das die Entnahme vielleicht etwas problematisch werden könnte, aber dies muß du halt ausprobieren. Kinnertön ist schon recht lange haltbar. Früher wurde diese ja schon angesetzt, als man wusste das man Schwanger ist. Also einige Jährchen hast du schon zum Austrinken Zeit. Bei uns hält er allerdings nie so lange, ist vorher schon ausgetrunken.

  11. Vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel.Ich mag Deine Webseite!

  12. Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! 🙂

  13. Dankeschön.

  14. Dankeschön

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